"Schloss Herrenhausen"

Das 1943 zerstörte Schloss Herrenhausen wurde in den Jahren 2009 bis 2012 nach den historischen Plänen von Hofbaumeister Georg Friedrich Ludwig Laves im klassizistischen Stil wiederaufgebaut. Initiiert von der VolkswagenStiftung und der Stadt Hannover mit der Intention, die Lücke im Großen Garten zu schließen und der Zentralachse ihren historischen Bezug wiederzugeben. Rekonstruiert wurde die klassizistische Schlossfassade von 1820.

In den beiden Seitenflügeln sowie in einem unterirdischen Verbindungsgang entstand ein Museum, das sich der herausragenden kultur- und geistes-geschichtlichen Bedeutung von Schloss Herrenhausen widmet. Es präsentiert
Ausstellungen zur Geschichte der Herrenhäuser Gärten, der historischen Persönlichkeiten und kulturellen Entwicklung sowie insbesondere zum Universalgelehrten Leibniz.

Und seit 2013 steht das Schloss Herrenhausen nun als außergewöhnliche Location für Veranstaltungen aller Art zur Verfügung. In historischem Ambiente fungiert das beindruckende Schloss als modernes Tagungszentrum besonders für hochkarätige wissenschaftliche Veranstaltungen. Frei nach dem Motto : Tagen. Forschen. Feiern

Die Räumlichkeiten - Räume jeder Größenordnung vom kleinen Sitzungs-zimmer bis zum großen Bankettsaal sind für eine variable Nutzung von
5 - 500 Teilnehmer konzipiert, wobei der Saal im Obergeschoss zusätzlich als kammermusiktauglicher Festsaals genutzt werden kann. Detaillierte Informationen erhalten Sie, wenn Sie hier zur Tagungsmappe klicken :
Schloss Herrenhausen - Tagungsmappe.

Zusätzlich zu den exklusiven Räumen mit modernsten Möbeln und hochaktueller Technik bietet Ihnen Schloss Herrenhausen den perfekten Rundum-Service und
kümmert sich um Catering, Technik, Musik, Dekoration, Einaldung, Marketing und Materialien.  


zur Geschichte des Schlosses :

Kurfürsten und Könige

Schloss Herrenhausen war im 19. Jahrhundert der Sommersitz des Königshauses Hannover. Die Geschichte des Schlosses beginnt jedoch schon viel früher. 1636 ließ Herzog von Calenberg in Herrenhausen ein so genanntes „Vorwerk“ anlegen. Von hier aus wurde die Residenzstadt Hannover mit landwirtschaftlichen Produkten versorgt. Ab 1674 erfolgte der Ausbau der Sommerresidenz. 1680 übernahm Herzog Ernst August die Regierung. Seine politischen Ambitionen erforderte die entsprechende bauliche repräsentative „Begleitung“: die Errichtung eines Schlosses. Er selbst entwarf dazu 1690 die Pläne. Herzstück war ein zentraler Bau, flankiert von vier symmetrisch angeordneten Gebäuden. Mit seinem Tod 1697 endeten die Bauarbeiten abrupt. Im gleichen Jahr initiierte Kurfürstin Sophie die Erweiterung der barocken Gartenanlagen, ausgeführt von Martin Charbonnier. 1704 wurde das Schloss instandgesetzt. Die Grundzüge blieben aber bis heute erhalten.

Ab 1714 waren das Kurfürstentum Hannover und Großbritannien in Personalunion verbunden. Die Fürsten aus Hannover residierten in Großbritannien als Könige, verbrachten den Sommer aber oft auf Schloss Herrenhausen. Schloss und Garten wurden deshalb sorgfältig gepflegt. Der Siebenjährige Krieg setzte dem ein jähes Ende. Die Unterhaltung des Schlosses wurde auf ein Mindestmaß reduziert, bis 1814 Hannover zum Königreich erklärt wurde. 1819 wurde der Schlossbau von Hofbauverwalter Georg Friedrich Ludwig Laves im klassizistischen Stil umgestaltet. 1943 wurde das Schloss komplett zerstört. Nur die große Freitreppe blieb erhalten.